Archiv für September 2010
FKK bedeutet bekanntlich Freikörperkultur oder Nacktkultur. Hatte FKK früher hauptsächlich in der ehemaligen DDR viele Anhänger, erfreut es sich nun auch lange nach der Wende unter Westdeutschen zunehmender Beliebtheit. Sich nicht an irgendwelche aufgezwungene Moralvorstellungen halten zu müssen, sondern sich absolut freizügig zu zeigen, ist nicht nur eine Wohltat für den durch oft viel zu enge Kleidung geschundenen Körper, sondern auch eine für den Geist. Es macht einfach Spass, aus den gesellschaftlichen Konventionen auszubrechen und mit vollkommener Nacktheit (im Freien) gleichzeitig absolute Natürlichkeit zu erleben. Nackt kommen wir schließlich zur Welt und bei der Zeugung neuen Lebens sind wir (in den meisten Fällen) ebenfalls nackt. Wieso also sollte es anrüchig sein, auch bei anderen Tätigkeiten unbekleidet zu sein? FKK ist mehr, als sich anderen öffentlich unverhüllt zu zeigen. Es ist eine Geisteshaltung und ein deutliches Signal gegen einen allzu schamhaften Umgang mit dem Körper und ausserdem hat Nacktsein keinen direkten Bezug zur Sexualität, sondern nur die Freude am Nackt sein.